2026 02 27
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Fr 27.2.
Cordoba
Halb zehn haben wir gefrühstückt, unsere Klamotten gepackt und checken aus.
Im Parkhaus auf Deck -2 wartet unser Seat auf uns.
Die Ausfahrt mit Nummernschilderkennung klappt reibungslos dank Online Buchung.
Das Navi lotst uns raus aus Sevilla, am Airport vorbei und dann auf gut ausgebauter Schnellstraße immer ostwärts.
Ich hab von Anfang an eingegeben, dass Mautstrecken vermieden werden sollen und das klappt einwandfrei.
Nach den massiven Regenfällen der letzten Wochen ist die Landschaft satt grün.

Bei Carmona fahren wir ab, in Lora del Rio überqueren wir den Guadalquivir River.
Der Fluss hat vor vier Wochen Unmengen von Wasser aus den Bergen hier in die Ebene gebracht.
Überall kann man die Folgen der Überschwemmungen sehen.
Weiter auf kleinen Bergstraßen fahren wir ins Gebirge zum Toran Stausee.

Der ist noch immer übervoll und das Wasser wird kontrolliert abgelassen.
Am Ufer geht es ostwärts immer am Stausee entlang.

Dieser hat weite Teile der Gegend und Teile von Ortschaften überschwemmt.
Überall sind Bautrupps am werkeln.
In Penaflor treffen wir wieder auf die Schnellstraße, die uns vorbei an der Almodovar Festung nach Cordoba bringt.

Bei Einfahrt in die Großstadt wird der Mietwagen wieder voll getankt.
Für den Liter Super sind hier 1,25 Euro fällig, das finden wir wirklich super.
Außerdem stellt sich der Seat Ibiza als rollende Spardose dar.
Laut Bordcomputer liegt der bisherige Durchschnittsverbrauch bei 4,5 Liter auf 100 Kilometer.
Der erste Eindruck von Cordoba ist recht ernüchternd.
Wir fahren minutenlang vorbei an schmutzigen Industrieanlagen und unschönen Wohngegenden.
Ändert sich erst östlich des Plaza de la Contitucion, wo wir auch unser Quartier für die nächsten 3 Nächte finden.
Hier im NH Califa Hotel, in der Altstadt Cordobas treffen wir auf 4* Komfort auf kleiner Fläche.

Wir können das Auto in der hoteleigenen Tiefgarage abstellen, der Check In ist ab 14 Uhr möglich.
Also spazieren wir in die Altstadt und trinken Kaffee.

An einem kleinen Cafe neben der Kunst Schule sitzen wir inmitten von Menschen, die alle unsere Enkel sein könnten.
Zurück im Hotel gibt es Zimmer 216 mit großem Kingbett und geräumiger Dusche.

Die Klimaanlage ist aus, das merkt man sofort.
Funktioniert nur mit eingesteckter Zimmerkarte, dachten wir jedenfalls.
Dass sie nämlich gar nicht geht, liegt am Winterbetrieb des Hotels.
Egal, wir lüften, richten uns ein und ziehen gleich wieder los.
Der Weg zur Mezquida von Cordoba dauert 10 Minuten und führt durch unzählige Gassen.

Angekommen, holen wir uns Tickets am Automaten
und betreten ohne Wartezeit das reich verzierte Gotteshaus im maurischen Stil.

Wir sind sofort überwältigt von den hunderten Säulenbögen und unzähligen Fresken der riesigen Anlage.


Mittendrin erhebt sich die Kathedrale mit ihrer wiederum bemerkenswerten Orgel.

Die Verbindung islamischer und christlicher Architektur ist einfach umwerfend.
Wir könnten Stunden damit verbringen, hier umher zu wandeln.

Die scheinbar endlosen Bogenreihen sind faszinierend und die architektonischen Details unglaublich.
Besonders schön ist das Farbenspiel des Lichts im Raum und die Schatten, die es auf die Bögen wirft.

Alle Besucher sind leise, das fällt vor allen den asiatischen Touristen schwer.
Als wir wieder raus in die Sonne kommen, merken wir wie durchgefroren wir sind.
Jetzt haben wir Hunger.
Im Innenhof des Restaurants Rincon de Carmen bekommen wir das bisher beste Essen der Tour.

Gazpacho, Chorizo-Checkpee, Gambas Ajillo und gegrillte Anchoas.
Danach lassen wir uns den Rest des Tages treiben.
Stöbern durch Souvenir Läden, trinken Kaffee und landen abends an der Puente Romano.

Die romanische Brücke über den Rio Guadalquivir leuchtet im Abendlicht.

An den Ufern kann man deutlich erkennen, wie hoch das Wasser hier in den letzten Wochen stand.


In einer der Altstadt Bars beschließen wir den Tag mit leckerem Rotwein.
Dann zurück ins Hotel, Fenster weit auf und ab ins Bett.
Gefahrene Kilometer: 140
Unterkunft: NH Hotel Califa, Cordoba ****119 €
